Könnten Sie uns bitte kurz Ihren Arbeitsalltag schildern und erzählen, wann Sie dabei Stift, Kuli, Füller und Papier und warum?

Mein Job umfasst alles rund um die „Initiative Schreiben“ und ihre Facebook-Seite „Handschrift bist Du“. Das bedeutet, ich bin für die Posts, die Gewinnspiele, also die Kommunikation der Seite im Allgemeinen, als auch für die Kommunikation mit Followern und Mitgliedern verantwortlich. Dazu zählt auch die Akquise von Produkten und sonstigen nicht alltäglichen Aufgaben. Schreibutensilien bzw. die Handschrift wird natürlich fast immer eingesetzt: Beim Brainstorming, beim Entwickeln neuer Ideen, bei kleinen Notizen und in Briefen an die Gewinner und unsere Mitglieder. Und jetzt gerade auch.

Ihr Thema bei der Arbeit ist also „die Handschrift“. Hat sich bei Ihnen die persönliche Einstellung zum Schreiben mit der Hand dadurch geändert, und wenn ja, in wie fern?

Ja, durch den Job hat sich meine Sicht bzw. mein Wissensstand über Handschrift geändert. Dadurch, dass ich mich wöchentlich mit allen möglichen Themen rund um’s Schreiben und Handschrift beschäftige, habe ich natürlich einen viel tieferen Einblick in dieses Themengebiet bekommen. Das hat mir gezeigt wie vielseitig das Thema ist und dass es fast in allen Lebenslagen- und Lebensbereichen auftaucht und von Bedeutung ist – sei es im Marketing oder im Urlaub am Strand, wo man mit Schrift etwas in den Sand schreibt.

Welche Schreibgeräte finden sich an Ihrem Arbeitsplatz? Welche benutzen Sie bevorzugt und warum?
Von Bleistift über Buntstifte bis zu Kugelschreibern und Füllern eigentlich alles Notwendige, um ein bisschen auszuprobieren wie sich Schreibgeräte, Farbe und Material auf die Schrift und ihr Erscheinungsbild auswirken. Am liebsten benutze ich Kugelschreiber und Bleistift. Mit bestimmten Kugelschreibern lässt es sich einfach sehr schön schreiben und Bleistifte sind für Skizzen und Entwürfe sehr praktisch, da diese sich eben durch radieren einfach verbessern lassen.

Schreiben Sie auch privat mit der Hand? Wenn ja, an wen und zu welchen Anlässen?
Ja, auch privat schreibe ich viel mit Hand. Kleine Notizen, Texte und sonstige Einfälle notiere ich per Hand. Außerdem schreibe ich in der Uni in Vorlesungen handschriftlich mit, damit mehr hängen bleibt. Der Unterschied zwischen abtippen und handschriftlichen Notizen ist mir gerade beim Thema Lernen sehr aufgefallen. Mit Hand ist es um ein Vielfaches effektiver.

Erhalten Sie manchmal Briefe und Karten, die von Hand geschrieben sind? Wenn ja, von wem und bewahren Sie diese dann auf?
Zu Geburtstagen, Weihnachten oder sonstigen Anlässen, wie den Schulabschluss, Auslandsaufenthalten usw. habe ich immer Karten oder Briefe von Familienangehörigen erhalten. Und auch sonst erhalte ich gelegentlich Postkarten von Freunden, die sich gerade irgendwo auf dem blauen Planet befinden.

In welchen Situationen schreiben Sie häufig mit der Hand?
Am häufigsten in der Uni und zum Lernen und Zusammenfassen von Lernmaterial und Texten. Sonst schreibe ich gelegentlich To-Do-Listen oder andere kleine Notizen und Erinnerungen.

Finden Sie Ihre Schrift ansprechend und leserlich? Hat sie sich stark geändert im Laufe der Jahre?
Ja, ich finde meine Schrift ansprechend und bekomme auch oft gesagt, dass ich eine Frauenschrift habe. Vermutlich wird eine schöne Handschrift eher mit einer Frau assoziiert als mit einem Mann. Ob meine Schrift leserlich ist, hängt sehr davon ab, ob ich Lust habe zu schreiben, ob es für mich selbst oder an jemanden gerichtet ist und natürlich davon, wie viel und wie lange ich schon schreibe. Insgesamt muss ich sagen, dass meine Schrift sich immer mal wieder ändert und auch innerhalb gleicher Sätze oder Texte schreibe ich Buchstaben unterschiedlich.
unterschiedliche Schreibweisen für Buchstaben

Was möchten Sie uns noch zum Thema Handschrift mitteilen?
Handschrift ist ein sehr vielseitiges Thema, welches von großer Relevanz ist. Sowohl im Alltag, in unserer Freizeit, als auch bei der Arbeit. Handschrift wird teilweise zu wenig eingesetzt und auch unterschätzt. Der Fakt, dass handgeschriebene Briefe eine Öffnungsrate von 99% haben, spiegelt das ganz gut wider. Firmen könnten Handschrift also gezielt im Marketing einsetzen um mehr Personen zu erreichen, bevor diese den ungeöffneten Brief in den Müll werfen.

Ich möchte noch kurz über den scheinbaren Konkurrenten der Handschrift reden: Die Digitalisierung. Natürlich hat auch diese ihre Vorteile und zwar sehr viele. Genau deshalb, würde ich sie nicht einmal als Konkurrenten sehen. Man muss den Leuten nur erklären, wo und wann der Einsatz von Handschrift richtig und wichtig ist und wann Sie eher auf digitale Formen setzen sollten. Zum Beispiel schreiben viele Autoren oder Sänger ihre Texte zuerst mit Hand, zur Vervielfältigung später bieten sich natürlich auch digitale Varianten super an.

Grüße vom %22Handschrift bist Du%22-Team

Interview mit der „Initiative Schreiben“

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