Vor kurzem hatte das Schreiberlebniswelt-Team eine sehr interessante Erfahrung. Sie war für uns wie ein Ausflug auf einen anderen Planeten mit andersartigen Bewohnern. Speziell handelte es sich um einen jungen Bewohner mit 20 Jahren, der uns erzählte, er nutze die Handschrift schon seit langem nicht mehr. Auch im Rahmen seines Fachhochschulstudiums benötige er die Handschrift nicht mehr. Auf die Frage, wie er sich Lernstoff merke, hat er uns von einer interessanten Methode erzählt: Er übersetzt den zu lernenden Stoff in eine Fremdsprache, was für ihn den Zweck des Lernens erfülle.

Wir sind sehr dankbar, dass der Bewohner des anderen Planeten uns eine kleine Schriftprobe überlassen hat. Wir können sie zwar nicht wirklich entziffern, da er aber einen gedruckten Text abschrieb, haben wir eine Referenz. Die Übersetzung des handgeschriebenen Textes lautet wie folgt:

„Reichweite. Die Initiative Schreiben hat eine starke Mission: Wir machen das Schreiben von Hand und die PBS-Produktwelt zum Wertebekenntnis.“

Uns tun sich viele Fragen auf in Bezug auf den Nutzen der Handschrift beim Denken, aber auch in Bezug auf ihren identitätsstiftenden Charakter. Ist der Zustand „Handschrift verlernt“ schon Normalität und wir von der Schreiberlebniswelt sind eigentlich die andersartigen Bewohner auf einem fremden Planeten?

Kann man die Handschrift verlernen?

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