Goethes Faust. Sein Werk in 229 Handschriften

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Goethes Faust. Sein Werk in 229 Handschriften

Goethes Faust. Sein Werk in 229 Handschriften

Katja Rehm hat ein tolles neues Buch zum Thema Handschrift für die Schreiberlebniswelt entdeckt und zwar: Goethes Faust, der erste Teil, in Form von 229 Handschriften. Kaum zu glauben! Im Vorwort schreibt der Herausgeber Matthias Büttner, natürlich handschriftlich, wie er auf die Idee zu diesem Buch kam:

„Handschrift ist Ausdruck von Persönlichkeit. Das hat mich schon immer fasziniert. Andere Handschriften zu sehen hat mich schon immer erfreut. Schreiben per Hand ist für mich Kunst. Der ‘Faust’ ist eine Klasse für sich. Was liegt da näher, als den ‘Faust’ in verschiedenen Handschriften zu interpretieren.“

Dann folgen zwei Seiten mit einem klaren Bekenntnis zur Handschrift. Im Inhaltsverzeichnis lesen wir die 28 Überschriften des „Faust I“ wie z.B. „Prolog im Himmel“, „Hexenküche“, „Gretchens Stube“. So kann man beides, die Schriften und die Inhalte leicht finden und lesen.

Auf den folgenden 230 Seiten wird die schöne Welt der Handschrift kurzweilig und niveauvoll vorgestellt. Menschen, die gerne schreiben zwischen 10 und 96 Jahren haben ihren Teil dazu beigetragen, Goethes Faust individuell in Abschnitten – jeweils eine DIN A4 Seite – die verkleinert abgebildet ist, abzuschreiben. Wir erfahren meist Alter, Geschlecht, Beruf und Infos zum benutzten Schreibgerät. Dem Herausgeber ist es dabei gelungen, einen „guten Teil“ der Bevölkerung zu „Wort“ kommen zu lassen: Kreative, Ingenieure, Kaufleute, Menschen in sozialen Berufen, Exoten und „Nichtakademiker“, Männer und Frauen zu etwa gleichen Teilen.

Der aufmerksame Leser sieht zahlreiche ausgesprochen „schöne“ Schriften von Männern, was erfreulich – aber nicht unbedingt repäsentativ ist für die Bevölkerung. Die Mehrzahl der Schriften sind verbunden, wenige gedruckt und unverbunden. Jede Schrift ist, wie eingangs von Matthias Büttner bereits ausgedrückt, individuell gestaltet und ausdrucksvoll. Das Lesen und Betrachten der Seiten ist inhaltlich ein Gewinn und graphisch anregend. Menschen, die Handschrift schätzen, werden vieles sehen, was imponiert, was gelungen ist.

Betrachtet man die oft sehr detaillierten Angaben zum Schreibgerät, kann man so manch Neue erfahren: Franklin pocket 66, Jinhao 500, Aurora 88 Stub und vieles mehr. Das kenne ich alles noch nicht. Es gibt offensichtlich eine beachtliche Fangruppe, die sich über ihr Schreibgerät definiert – so etwas kennt man bei Autos und Fahrrädern. Lamy, Pelikan, auch Kaweko und Montblanc wurden häufig namentlich genannt. Oft liest man, „Füller“, auch Kugelschreiber und Fineliner führen zu ansprechenden Schriftbildern, etwa fünf Personen wählten einen Bleistift zum Schreiben. Verschiedene Blautöne sind häufig, seltener wurde schwarz geschrieben. Einige gestalteten die Seiten grün, braun, rot oder farbig gemischt. Wenige Schiften wirken kalligraphisch gestaltet, die meisten schrieben „einfach ihre Handschrift“ – mit Respekt vor den Lesern – sauber und gut lesbar.

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